Produktivitätsfaktor Wissen

Durch die Messung und Bewertung wissensbasierte Information, Kommunikation und Erfahrungen wird es möglich weiche Faktoren in der Organisation systematisch zugänglich zu machen. Wissensmanagement darf sich also nicht nur mit dem organisatorischen Lernprozess als solchen beschäftigen, sondern muss versuchen, die in einer Organisation vorzufindenden Informations- und Kommunikationsmuster zu erkennen und mögliche Pathologien zu beseitigen, sodass ein gesunder Informations- und Kommunikationsprozess die individuelle und organisatorische Entwicklung treiben kann. Dazu werden gezielt Wissensmanagementszenarien festgelegt und Explizierung sowie Vernetzung prozessbezogen und toolunterstützt unterstützt.

Die Kollektivität des Wissens

Abhängig von der Abgrenzung in privat oder kollektiv teilt das Individuum mit der Organisation Wissen und stellt es explizit oder implizit zur Verfügung und wird unter Betrachtung des Metawissens kategorisiert, das in konkreten Entscheidungssituationen Anwendung finden kann. Gerade in Organisationen, die stark in Netzwerkstrukturen denken, die unterschiedliche Organisationskulturen mitbringen und wo sehr viel personenbezogenen (leidenschaftliches) Wissens vorhanden ist, muss Wissensmanagement eine zentrale Rolle spielen.

Wissensträger und Unternehmensintelligenz

Unternehmensintelligenz wird sichtbar im Human-, Struktur- und Beziehungskapital und gilt als eine Ressource, die mittel und unmittelbar in die Wertschöpfungsprozesse der Organisation einfließt. Es gilt die Voraussetzungen zu schaffen, damit auf die Knowhowträger sichtbar werden und partizipativ im Austauschprozess treten können und hierzu ein motivierendes, ansprechendes und unterstützendes Toolset inkl. notwendiger Prozesse vorfinden. Durch die Wechselwirkungen zwischen Human-, Struktur- und Beziehungskapital, sowie das Zusammenwirken mit den Geschäfts- und Wissensprozessen werden unter Berücksichtigung der Unternehmensanforderungen das intellektuelle Kapital mittels der Wissensstrategie und ihren Maßnahmen erhöht.

Kontinuierlicher Wissenstransfer

Innerhalb des Wissenstransfers geht es vornämlich um das Erkennen von wirtschaftlich relevanten Informations- beziehungsweise Wissensunterschieden sowie um den Ausgleich derartiger Differenzen ebenso wie das Beleuchten der unterschiedlichen Perspektiven als Brückenschlag zur Wissensgenerierung. Diese Dimension beleuchtet nochmals eine neue Komponente eines erfolgreichen Wissensmanagement, die wiederum v.a. in netzwerkorientierten Organisationsstrukturen von elementarer Bedeutung. Nur durch ein funktionierendes Wissensmanagement lassen sich in solchen Organisationen Effizienz- und Effektivitätssteigerungen erzielen.

Wissen in Fluss

Durch die Einführung von Wissensmanagement werden Standardworkflows beschrieben und mit relevanter Information verknüpft, sodass der Wissensfluss kontinuierlich fließt und die Prozesserfahrungen weitergegeben werden und so laufend neues Wissen ins Unternehmen eingebracht wird. Dies sichert wiederum nachhaltig die Existenz der Organisation bzw. stellt selbige zukunftsfähig auf.

Wie durch interne Vernetzung Wert geschaffen wird

Die Zeiten, in denen neue Produkte oder Services erfolgreich im kleinen, geschlossenen Kreise von unternehmensinternen Experten entwickelt wurden, gehören der Vergangenheit an. Traditionelle Innovationszyklen können nicht mehr mit den Anforderungen des Marktes mithalten – sie werden als zu langsam, eingeschränkt und wenig innovativ eingeschätzt. Unternehmen setzten seit ca. 10 Jahren auf eine bereichs- und hierarchieübergreifende Vernetzung innerhalb Ihrer Organisation, wenn es um die Identifikation von Ideen und Best Practices, aber auch Wissen, Kompetenzen und Erfahrung geht. Hierdurch kommt es zu einer zunehmenden Konvergenz von traditionellen und daher tendenziell statischen Formen des Wissensmanagements (Wissenslandkarten, Story-Telling), dokumentenorientierten Datenbanksystemen, kontinuierlichen Verbesserungsprozessen (KVP) und den neuen, dynamischen Web 2.0 orientierten Ideenmanagementsystemen. Eindeutig ist, dass durch eine verstärke Vernetzung kombiniert mit einer einfachen Identifizierbarkeit und Adaptierbarkeit, Wissen schneller, qualitativ besser und v.a. passgenauer von den relevanten Personen gefunden, diskutiert und verwendet werden kann, als das früher der Fall war. 

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