Archiv für das Tag 'Arbeit'

Nur wenige sind mit Leib und Seele dabei, gehören Sie dazu?

17. August 2009

produktiv, Leistungsmotiv, KOntaktmotiv, KompetenzmotivAls zentraler Erfolgsfaktoren gelten meiner Meinung nach die intrinsische Motivation in der Arbeit. Nach Heckhausen gilt eine Handlung als intrinsisch motiviert, wenn Mittel(Handlung) und Zweck (Handlungsziel) thematisch übereinstimmt. Damit definiert Heckhausen die Übereinstimmung von Weg und Ziel, das heißt die Arbeit macht Spaß, weil die Lösungen und der Weg und das Thema interessant sind.

Motive werden in verschiedene „Arten“ unterschieden, hauptsächlich spricht man von primären (physiologisch) und sekundären (gelernt) sowie von extrinsischen und intrinsischen Motiven. Primäre Motive sind von Geburt an vorhanden (z.B. Hunger, Durst), während die sekundären Motive eine Ableitung der primären darstellen und über das ganze Leben erlernt werden und sich ändern. Intrinsische Motive finden ihre Zufriedenstellung in der Arbeit selbst, d.h. je mehr eine Person Freude an einer bestimmten Verrichtung hat, desto produktiver ist sie. Die extrinsischen Motive können und werden nicht durch die Tätigkeit selbst befriedigt, vielmehr sind die Begleitumstände einer Tätigkeit diejenigen, die diese Art von Motiven entscheidend zufrieden stellen. In der Deutung von Motiven kann die Wirksamkeit sowohl auf einer unbewussten, als auch auf einer bewussten Ebene erfolgen. Aufgrund dessen werden sich diese subjektiven Werte bei einem Positiv – Empfinden als Ursache und Zielvorstellung widerspiegeln.

“Allen Fortschritt verdanken wir den Unzufriedenen” (Nietzsche)

Bei einem Negativ- Empfinden ruft dies eine Abwehrreaktion hervor. Deshalb werden Motive immer wieder, aufgrund von Erfahrungen durch Erfolge oder Misserfolge, neu definiert. Damit ein Motiv zu einer zielgerichteten Handlung führt, muss neben einem inneren Spannungszustand (Ist- Zustand versus Soll-Zustand), dem Mangel, auch ein Anreiz der das vorhandene Motiv in Kraft setzt vorhanden sein. Wichtige Motive beim spaßvollen Arbeiten sind Leistungsmotiv, Kontaktmotiv, Kompetenzmotiv.

Motivationsmodelle im Überblick
- Erwartungs-Valenz-Modell von Vroom
- Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg, Herzberg unterscheidet Hygienebedürfnis und Motivationsbedürfnis
- Maslow (Maslowsche Bedürfnispyramide)
- Springer KÖNNEN; DÜRFEN WOLLEN
- Jobcharacteristicsmodell Hackman und Oldman, Arbeit, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation
- ERG Theorie von Alderfer

Kombiniert mit dem Flowerleben, könnte Motivation und Spaß sich gut treffen.

Flow bezeichnet im Wesentlichen ein holistisches, d.h. mehrere Komponenten umfassendes, Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit. Das Handeln wird als ein einheitliches „Fließen“ von einem Augenblick zum nächsten erlebt.

Komponenten des Flows

(1) Verschmelzen von Handlung und Bewusstsein: Die Person im Flow-Zustand ist sich nur der Handlung, nicht jedoch ihrer selbst als handelndes Subjekt bewusst. Ich und Handlung werden als Einheit erlebt. Der Kletterer fühlt sich als Teil des Felsens, der Schachspieler hat das Gefühl mit den Kräften auf dem Schachbrett eins zu werden.
(2) Zentrierung der Aufmerksamkeit auf einen beschränkten Umweltausschnitt: Im Flow richtet sich die Aufmerksamkeit der Person ausschließlich auf die ausgeführte Tätigkeit. Andere Umweltreize gelangen kaum ins Bewusstsein. Die Aufmerksamkeit gilt nur der Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft gibt es im Flow nur in sehr begrenztem Ausmaß.
(3) Selbstvergessenheit: Im Zustand des Flow rücken Gedanken an die eigene Person völlig in den Hintergrund. Selbstzweifel, Sorgen, aber auch selbstwertsteigernde Kognitionen werden ausgeblendet. Gleichzeitig erhöht sich jedoch das Bewusstsein innerer, psychischer und körperlicher Vorgänge. Kletterer berichteten z. B. über eine verstärkte Wahrnehmung sonst unbewusster Muskelbewegungen. Selbstvergessenheit bedeutet daher nicht Verlust der Wahrnehmung innerer Vorgänge. Was im Flow in den Hintergrund rückt, ist vielmehr das Selbst als bewußt wahrgenommene Steuerungsinstanz.
(4) Ausüben von Kontrolle über Handlung und Umwelt: Im Zustand des Flow denkt die Person nicht daran, dass ihr die Kontrolle über die gerade ausgeführte Tätigkeit entgleiten könnte. Vielmehr fühlt sie sich kraftvoll und leistungsfähig. Sie hat die Situation „im Griff“. (CSIKSZENTMIHALYI 1988b).

Es liegt daher nahe anzunehmen, dass sich die Person im Zustand des Flow auf ihrem höchsten Leistungsniveau befindet. Es gilt aber auch nachfolgende Rahmenbedingungen im Unternehmen einzuhalten oder zu gestalten, damit sich Höchstleistung mit Spaß paaren kann:

Die 16 Rahmenbedingungen für Spaß und Arbeit (Ursula della Schiava-Winkler)
1. abwechslungsreiches Arbeiten
2. Ganzheitlichkeit in der Aufgabenstellung
3. Spaß macht das Arbeiten in der Gruppe
4. Identitätsstiftende Arbeit
5. Commitment mit Führung und Team
6. Möglichkeit zur Selbstkoordination der Arbeit.
7. Die eigenen Antreiber als Verstärker treffen
8. Selbstbestimmung, Handlungs, Gestaltungs – und Entscheidungsfreiraum
9. Lern- und Entwicklungsperspektiven
10. Anforderungscharakter der Situation
11. Ausgeglichene Motivatoren und Hygienefaktoren
12. Grund- und Selbstbewertung der eigenen Tüchtigkeit
13. Bestreben der Person, die eigenen Talente, Fähigkeiten und Potentiale so effektiv wie möglich einzusetzen
14. Affekte des Stolzes
15. Ergebnisorientierung und Belohnungsadäquates Führungs- und/oder Organisationsverhalten
16. Atmosphäre, Stimmung und Enthusiasmus zu lassen

Ziel muss bei der Arbeit mit Spaß muss es sein, die eigenen Antreiber kennen, diese als Verstärker zulassen und damit in der Arbeit aufgehen und Erfüllung zu finden.

Arbeitssucht – Die Sucht nach Arbeit

19. May 2009

Die Seminarbeschreibung mit Anmeldeabschnitt als Worddokument:

Arbeitssucht


FOCUS UND ZIEL DES SEMINARS:

  • Unser Seminar informiert über Ursachen, Verlauf sowie Entwicklung der Arbeitssucht und bietet Einblick in die betriebswirtschaftlichen Dimensionen der Abhängigkeit.
  • Zum besseren Verständnis der Krankheit erfahren Sie zusätzlich mehr über Mechanismen und charakteristische Merkmale der Sucht.
  • Sie erlernen auf dieser Wissensbasis in Übungen und Rollenspielen Techniken, um in der Kommunikation mit Betroffenen sicherer agieren zu können und erhalten auf diese Weise alle notwendigen Grundlagen.
  • Wie kann ich verhindern, dass ich zum “Workaholic” werde? Wie kann ich übertriebenen Ehrgeiz vermeiden – und die innere Ruhe wiederentdecken? – Im Seminar beantworten wir Ihnen gerne wichtige Fragen um nicht selbst in den Sog der Sucht zu gelangen.
  • NUTZEN:
    Kennen Sie Symptome und Risiken der Arbeitssucht und lassen Sie Betroffene mit ihrer Sucht nicht alleine.

    ZIELGRUPPE:
    Führungskräfte, Personalverantwortliche sowie Interessierte die sich in kompakter Form mit den Fragen der Arbeitssucht und deren Entstehung engagiert auseinandersetzen wollen.

    INHALTE:
    Arbeit, Arbeit, Arbeit: Das ist der Kick. Pausen, Schlafen, Urlaub sind der Entzug. Die Sucht zu arbeiten schleicht sich langsam heran. “Ich kann alles” – ein “Nein” gibt es nicht. Und das täglich 14 bis 16 Stunden. Wochenendarbeit und Nachtschichten bestimmen den Alltag. Der Kopf dröhnt – und auf dem Nachttisch bekommt das Röhrchen mit den Aufputsch-Tabletten einen Sonderplatz. Bei Sucht denken viele zuerst an Drogen wie Kokain oder Ecstasy. Das kann mir nicht passieren. Und mit dem Alkohol kann ich jederzeit wieder aufhören. Bei immer mehr Erwachsenen ist die Arbeitssucht weit verbreitet. Betroffene Männer und Frauen bezeichnet man als Workaholics, was von work (Arbeit) und alcoholic (Alkoholiker) kommt. Vielen von ihnen ist nicht klar, ob sie normal viel arbeiten oder abhängig sind. Ab wann ist man Workaholic? Und was kann der Partner oder die Partnerin tun. In unserem Seminar erhalten Sie wertvolle Informationen und Hinweise rund um das Thema Arbeitssucht damit Sie betroffenen Kollegen und Mitmenschen frühzeitig hilfreich zur Seite stehen können.

    • Wie kommt es zur Arbeitssucht?
    • Der Verlauf der Sucht
    • Charakteristika
    • Möglichkeiten der außerbetrieblichen und betrieblichen Hilfe
    • Präventivmaßnahmen um Suchtprobleme in unserem Umfeld zu minimieren
    • Frühzeitiges erkennen von Sucht bzw. Suchtentstehung
    • Verhaltensregeln für Vorgesetzte und Mitarbeiter
    • Burn – out – Syndrom


    TERMINE:

    Nächste Termine in Wien:

    MO, 09.01.2012
    Interne Seminartermine auf Anfrage.

    KOSTEN:
    350 Euro exkl. Mwst pro Teilnehmer oder als intern durch geführtes Training der vereinbarte Tagsatz.
    Interner Termin auf Anfrage.

    ZUR ANMELDUNG

    Weitere Informationen erhalten Sie von Ursula della Schiava-Winkler.
    Email: office@socialskills4you.com oder telefonisch unter: +43/1/4087717 oder 0664/1012768.