Archiv für das Tag 'Krise'

Führung und Motivation- wer motiviert die Motivatoren?

19. July 2010

Unter Motivation oder Motiviertheit versteht man die Bereitschaft einer Person, sich intensiv und anhaltend mit einem Gegenstand auseinander zu setzen (vgl. Hasselhorn & Gold 2009, S. 103).

Auch wenn diese oder ähnliche Definitionen jedem geläufig sind, wird oft übersehen, dass Motivation nicht gleich Motivation ist. Es muss unterschieden werden zwischen intrinsischer („von innen her kommender“) und extrinsischer („von außen hinzugefügten“) Motivation. Bei ersterer beschäftigt man sich mit einer Tätigkeit einzig und allein der Tätigkeit wegen, die bei dem Ausführenden Interesse oder Neugierde weckt. Die extrinsische Motivation besteht aus Belohnung und Bestrafung, die ein bestimmtes Verhalten entweder verstärken oder vermindern.

Deci & Ryan postulierten 1985 die Selbstbestimmungstheorie. Diese setzt sich zusammen aus drei angeborenen Grundbedürfnissen, die sowohl die intrinsische als auch die extrinsische ansprechen. Es sind die Bedürfnisse nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit.

Die Folgen auf die Führungsmotivation sind gravierend und es drängt sich die Frage auf: Wer motiviert die Motivatoren? Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group (BCG) steht es schlecht um das Engagement im mittleren Management.

Zu wenig Anerkennung, gekürzte Boni und mangelnde Wirksamkeit sind verantwortlich für die zunehmende Demotivation jener, die eigentlich für die Motivation der Mitarbeiter zuständig sind – besonders in Krisenzeiten ein schwieriges Unterfangen.

Zusammen mit der World Federation of People Management Associations (WFPMA) und dem Österreichischen Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeits-Zentrum (ÖPWZ) befragte die BCG 1300 Führungskräfte bezüglich aktueller Herausforderungen im mittleren Management. Der Titel der Studie lautet: “Creating a New Deal for Middle Managers”.

Vor allem die Personalentwicklung steht hierbei im Fokus der Kritik. Am häufigsten bemängelt werden die folgenden sechs Punkte:

  • Der Karriereplanung in den Unternehmen fehle es an Struktur (38 Prozent der Befragten)
  • Unangemessenes Verhalten ziehe bei vielen Arbeitgebern noch immer keine Konsequenzen nach sich (37 Prozent)
  • Die Vergütung sei nicht leistungsorientiert (35 Prozent)
  • Von Seiten der Führungskräfte gäbe es zu wenig Unterstützung (35 Prozent)
  • Die Führungsqualitäten vieler Vorgesetzter ließen zu wünschen übrig (32 Prozent)
  • die eigene Arbeit fände keine Anerkennung auf zwischenmenschlicher Ebene (32 Prozent)

Das Verhältnis von Top Managern zu Führungskräften auf der mittleren Hierarchieebene in einem Konzern ist oft 50 bis 200:7000. In Anbetracht dieser großen Zahl kann der Einfluss des mittleren Managements auf die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Es ist daher äußerst alarmierend, dass das Engagement des mittleren Managements in den vergangenen zwei Jahren um durchschnittlich 14 Prozent abgenommen hat. Diese Entwicklung wird vor allem mit den mangelnden Umsetzungsmöglichkeiten von Strategien begründet.

Die BCG-Studie beinhaltet Vorschläge dahingehend, wie das mittlere Management wieder motiviert werden kann, und zwar durch:

  1. Schaffung flacherer Hierarchien sowie Übertragung von mehr Verantwortung an das mittlere Management.
  2. Förderung von Entscheidungskompetenzen: nicht nur Verantwortung sondern auch Befugnisse für das mittlere Management sollen gesichert werden.
  3. Förderung von Führungskompetenzen: nur wenige Führungskräfte verfügen automatisch über diese, Schulungen sind daher besonders wichtig.
  4. Gemeinsame Gestaltung von Strategien: durch ihre Nähe zum Markt bemerken Führungskräfte der mittleren Ebene Veränderungen schneller.  Daher sollten sie an allen Diskussionen teilhaben, die sich um Visionen, Strategien und Werte drehen.

 

Die vier Anregungen aus der BCG-Studie zielen allesamt auf eine intrinsische Motivation (Kompetenz und Autonomie) ab.

Ist es also die intrinsische Motivation, die uns letzten Endes Zufriedenheit verschafft?

Herzberg sagt ja und beschreibt in seiner Zwei-Faktoren-Theorie Zufriedenheit und Unzufriedenheit als zwei völlig voneinander unabhängige Faktoren.

Unzufriedenheit wird seiner Meinung nach nur durch extrinsische Faktoren, wie beispielsweise Personalpolitik hervorgerufen. Durch Berücksichtigung dieser Faktoren könne lediglich Unzufriedenheit verhindert werden.

Zufriedenheit wiederum könne nur durch intrinsische Faktoren, wie beispielsweise Verantwortung und Aufstieg, erlangt werden.

Motivation entstehe demnach einzig und allein durch Faktoren, die sich auf das persönliche Wachstumsbedürfnis und auf den Arbeitsinhalt beziehen.

Krisen managen

19. June 2009

Die Seminarbeschreibung als PDF-Dokument zum Download:
Krisen managen


FOCUS UND ZIEL DES MODULS:
Richtiger Umgang mit Menschen in Krisen ist ein wichtiges gesellschafts- und gesundheitspolitisches Anliegen, da durch diese präventive Arbeit der Ausbruch und die Chronifizierung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten sowie von sozialen Fehlentwicklungen verhindert werden kann. Das Ziel dieses Seminars besteht darin sowohl theoretisches Wissen über Lebenskrisen, Traumatisierungen und Suizidalität als auch allgemeine und spezielle Interventionsmöglichkeiten für Beratung und Therapie in Krisensituationen zu vermitteln. Dadurch soll es den TeilnehmerInnen ermöglicht werden, Fähigkeiten im Umgang mit diesen extremen Situationen zu erlernen bzw. zu verbessern.

NUTZEN:
Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer sollen:

  • ein besseres Verständnis für die Hintergründe und Ursachen von Konflikten und Krisen in Feldern, die maßgeblich von verschiedenen, z.T. gegensätzlichen kulturellen Codes und Weltbildern geprägt sind (primär im sozialen und im Bildungsbereich), erhalten.
  • Analyseinstrumente für interkulturell geprägte Konflikte und Krisen kennen lernen.
  • Strategien und Interventionsmöglichkeiten in interkulturell geprägten Konflikt- und Krisensituationen kennen lernen, anwenden und in der Erwachsenenbildung weitergeben können.

ZIELGRUPPE:
TeilnehmerInnen der Trainer- und Coachingausbildungen, TrainerInnen, Coaches und/oder Berater in selbständiger Praxis.

INHALTE:
Es wird zunächst grundsätzliches Wissen über Krisen und Suizidalität vermittelt. Über die Auseinandersetzung mit eigenen Wertvorstellungen und Krisen werden Prinzipien und Techniken der Krisenintervention erarbeitet. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten und Grenzen der Krisenintervention in den jeweiligen Arbeitsfeldern erörtert. Es werden grundlegende Informationen über suizidale Krisen bei Persönlichkeitsstörungen vermittelt; dabei werden schwierige Gegenübertragungssituationen berücksichtigt. Die Beschäftigung mit den Tätigkeiten und Verhaltensweisen des Teams muss sehr vorsichtig vonstatten gehen. Kritische Situationen, Spannungen und Konflikte treten gerade in Zeiten von Hektik und Stress verstärkt auf und beeinflussen die Teamarbeit nicht nur unterschwellig.

THEMENSCHWERPUNKTE

• Grundlagen der Krisenintervention und Suizidprävention
• Einschätzung der aktuellen Suizidalität
• Persönlicher Umgang mit Krisen
• Erkennen der eigenen Anteile im Beziehungsprozess mit suizidalen Klienten
• Theoretische Ansätze zum Verständnis von Krisen und Suizidalität
• Grundprinzipien der Krisenintervention
• Krisenintervention bei Borderline- und narzisstischen Persönlichkeitsstörungen
• Symptomatik narzisstischer und Borderline-Störungen
• Dynamik narzisstischer Krisen und Funktion der Suizidalität bei Borderline-Störungen
• Beziehungsgestaltung
• Hilfreiche Interventionen
• Umgang mit kritischen Situationen im Team

Arbeitsweise:
• Informationsvermittlung
• Themenzentriertes Gruppengespräch zu speziellen Fragestellungen
• Selbstreflektion
• Übungen und Rollenspiele zur Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
• Fallbearbeitung aus der Praxis der Teilnehmer

“Von Symptombehandlungen der Krise ist nichts zu erwarten, denn es handelt sich um keine Krise mehr… Wir müssen lernen, hinter den unsere Gegenwart prägenden Widerständen, Fehlschlägen und Sackgassen die Konturen einer anderen Gesellschaft auszumachen.” Andre Gorz

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TERMINE WIEN:
MO, 28.11./ DI, 29.11.11
MO, 06.08. / DI, 07.08.12

Interne Termine auf Anfrage.

KOSTEN:
Die Kosten pro Seminar betragen Euro 700,- exkl. Mwst. pro Teilnehmer oder als intern durch geführtes Training der vereinbarte Tagessatz.

ZUR ANMELDUNG

Weitere Informationen erhalten Sie von Ursula della Schiava-Winkler.
Email: office@socialskills4you.com oder telefonisch unter: +43/1/4087717 oder 0664/1012768.



Krisenfest – gelungene Krisenintervention

19. May 2009

Die Seminarbeschreibung mit Anmeldeabschnitt als Worddokument:
Krisenfest – Gelungene Krisenintervention


FOCUS UND ZIEL DES SEMINARS:

Richtiger Umgang mit Menschen in Krisen ist ein wichtiges gesellschafts- und gesundheitspolitisches Anliegen, da durch diese präventive Arbeit der Ausbruch und die Chronifizierung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten sowie von sozialen Fehlentwicklungen verhindert werden kann. Es wird zunächst grundsätzliches Wissen über Krisen und Prävention von Krisen vermittelt. Über die Auseinandersetzung mit eigenen Wertvorstellungen und Krisen werden Prinzipien und Techniken der Krisenintervention erarbeitet. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten und Grenzen
der Krisenintervention in den jeweiligen Arbeitsfeldern erörtert. Die Beschäftigung mit den Tätigkeiten und Verhaltensweisen des Teams muss sehr vorsichtig vonstatten gehen. Kritische Situationen, Spannungen und Konflikte treten gerade in Zeiten von Hektik und Stress verstärkt auf und beeinflussen die Teamarbeit nicht nur unterschwellig.

NUTZEN:
Das Ziel dieses Seminars besteht darin sowohl theoretisches Wissen über Lebenskrisen, Traumatisierungen und Suizidalität als auch allgemeine und spezielle Interventionsmöglichkeiten für Beratung und Therapie in Krisensituationen zu vermitteln. Dadurch soll es den TeilnehmerInnen ermöglicht werden, Fähigkeiten im Umgang mit diesen extremen Situationen zu erlernen bzw. zu verbessern. Ein besseres Verständnis für die Hintergründe und Ursachen von Konflikten und Krisen in Feldern, die maßgeblich von verschiedenen, z.T. gegensätzlichen kulturellen Codes und Weltbildern geprägt sind, erhalten.

ZIELGRUPPE:
Mitarbeiter und Führungskräfte, die sich auf Krisenbewältigung aktiv vorbereiten und diese im Ernstfall optimal begleiten oder eigene Krisensituationen besser bearbeitbar machen möchten.

INHALTE:

Grundlagen und Grundprinzipien der Krisenintervention Krisenprävention
• Einschätzung von Krisen und Krisenszenarien
• Krisenmanagement, Vorgehen in Krisensituationen
• Erstellung von Krisenplanung und Erstellen von Krisenkonzepten
• Informationsvermittlung und Kommunikation in Krisensituationen

Persönlicher Umgang mit Krisen

• Erkennen der eigenen Anteile im Beziehungsprozess mit suizidalen Klienten
• Theoretische Ansätze zum Verständnis von Krisen
• Selbstreflextion und – Übungen und Rollenspiele zur Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung

Krisen im Team
• Umgang mit kritischen Situationen im Team
• Hilfreiche Interventionen in Krisenfällen
• Analyseinstrumente für interkulturell geprägte Konflikte und Krisen kennen lernen

Interkulturelle Konflikte und Krisensituationen

• Strategien und Interventionsmöglichkeiten in interkulturell geprägten Konflikt- und Krisensituationen kennen lernen und anwenden können

Arbeit mit und an Fällen
• Kritische Reflexion und Bearbeitung von Krisenfällen

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TERMINE:

Nächste Termine:

WIEN: MO, 20.02.2012

Interne Termine auf Anfrage.

Die Kosten pro Seminar betragen Euro 350,- exkl. Mwst. pro Teilnehmer oder als intern durch geführtes Training der vereinbarte Tagessatz.

ZUR ANMELDUNG

Weitere Informationen erhalten Sie von Ursula della Schiava-Winkler.
Email: office@socialskills4you.com oder telefonisch unter: +43/1/4087717 oder 0664/1012768.