Archiv für das Tag 'Motivatoren'

Hohe Arbeitsmotivation kann Krankenstandstage senken, besonders psychisch bedingte

12. June 2010

Was können Arbeitgeber beitragen?

Vor kurzem ist wieder die alljährliche Arbeitnehmer Krankenstandstagsstatistik des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger für das Vorjahr veröffentlicht worden und durch die Medien gegangen. Auffallend an den neuen Zahlen ist die Fortsetzung eines sich bereits in den letzen Jahren immer mehr abzeichnenden Trends: Die steigende Anzahl der psychisch bedingten Krankenstandstage. Alles in allem stolze 2,4 Millionen Fehltage wurden letztes Jahr bereits durch psychische Probleme verursacht. Bei einer insgesamt sogar leicht fallenden Zahl von jährlichen Krankenständen stieg die Zahl der psychischen Erkrankungen je 1000 ArbeitnehmerInnen jedoch von durchschnittlich 16,7 auf 21,3 – übrigens mit hohem Frauenanteil.

Psychisch bedingte Krankenstandstage müssen nun aber nicht gleich immer mit einer handfesten psychischen Erkrankung zu tun haben. Oft ist es ein in seiner Zusammensetzung schwer genau bestimmbares Gemisch, das zu einem als „psychisch bedingt“ zusammenfassbaren Fernbleiben eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin vom Arbeitsplatz führen kann. Was hier so gut wie immer eine wichtige Rolle spielt, ist ein weiterer im Arbeitszusammenhang gerne gebrauchter und – eben ganz ähnlich wie „psychisch bedingt“ – oft nicht sehr spezifisch verwendeter Begriff: Die Motivation. Genauer: Die Arbeitsmotivation.

Die Arbeitsmotivation ist de facto das am meisten mit Theorien bestückte Gebiet in der jüngeren Organisationsforschung. Klassiker auf dem Gebiet, wie z.B. die Herzbergschen Ausführungen zu Motivatoren und Hygienefaktoren oder die Erwartungs-Valenz-Theorie sind dementsprechend weithin bekannt. Doch wie kann man sich als Arbeitgeber die Ergebnisse der vielfältigen Forschungen zunutze machen, wie die MitarbeiterInnen in der Praxis tatsächlich besser motivieren und so letztlich auch ihre Krankenstandstage reduzieren?

Auf diese „Gretchenfrage“ vieler Führungskräfte und PersonalistInnen wirft nun eine neue Motivationstheorie aus den USA ein aufklärendes Licht: Die „Self-Determination-Theorie, kurz SDT, macht sich eine der wesentlichsten Aussagen der Motivationsforschung zu nutze, nämlich, dass Motivation immer eine intrinsische sowohl als auch eine extrinsische Komponente hat. Einerseits gibt es also durchaus psychische Voraussetzungen, die im nicht-arbeitsbedingten psychischen Innen- und Umfeld eines Mitarbeiters liegen und Krankenstandstage verursachen können. Ein/e MitarbeiterIn ist nicht arbeitsmotiviert, weil er/sie an einer psychischen Erkrankung wie z.B. einer Depression leidet, im schlechtesten Fall auch noch gepaart mit schwierigen Umständen in seinem/ihren privaten sozialen Umfeld. Er/sie bleibt dann aufgrund dieser psychischen Krankheit und der damit zusammenhängenden bzw. diese noch verstärkenden psychosozialen Umstände daheim, meldet sich krank, weil er/sie die Arbeit aufgrund der Krankheit einfach nicht mehr als interessant und befriedigend empfinden kann, nicht mehr über die Möglichkeit verfügt, motiviert und motivierbar zu sein.

Zum gleichen Ergebnis, nämlich einer hohen Anzahl von letztlich ebenfalls psychisch bedingten Krankenstandstagen, kann es aber genauso gut kommen, wenn die extrinsische Motivationskomponente in der Arbeit nicht stimmt. Die Arbeit bietet dem Mitarbeiter keinen Stimulus mehr, er entwickelt Widerwillen gegen die Arbeit, ihre Inhalte und die vorgegebenen Ziele oder ein so lähmendes Gefühl von Langeweile in der Arbeit oder aber auch das genaue Gegenteil, nämlich ein Gefühl der heillosen Überforderung durch die Arbeit. Die Arbeit kann einem solchen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Gründen also nicht mehr genügend Anreize bieten, um aufgrund dieser mit dem – „extrinsisch bedingten“ – Arbeitsumfeld  zusammenhängender Voraussetzungen weiterhin regelmäßig zur Arbeit zu kommen. Stattdessen nützt er/sie lieber das in der jeweiligen Organisationskultur gerade noch tolerierte Ausmaß an Krankenstandstagen maximal aus, bleibt so oft daheim, wie es ihm/ihr ohne schlimme negative Konsequenzen von Seiten des Arbeitgebers möglich ist.

Schluss daraus: Wo der Arbeitgeber also bei schlecht motivierten und dadurch öfter erkrankenden MitarbeiterInnen am einfachsten und effizientesten ansetzen kann, ist die extrinsische Motivationskomponente.

Auf den Annahmen der „Self Determination Theory“ (SDT) basierend wurde nun in Kanada eine Motivationsskala entwickelt, die Arbeitsmotivation in mehrere Komponenten zerlegt misst und auf diese Weise die extrinsischen Motivationsanteile in einer für den Arbeitgeber aufschlussreichen Form erklärt.

Die zugrundeliegende Annahme der SDT sieht den Menschen als aktives, wachstumsorientiertes Wesen, das sich als ganzheitliches Selbst erleben möchte, kongruent eingebettet in ein soziales Umfeld. Das Streben der Menschen nach Wachstum unter diesen Voraussetzungen kann nun von der Umwelt behindert oder gefördert werden – eben auch und ganz besonders von seiner Arbeitsumwelt, sprich, von dem Ort, an dem ein Vollzeitmitarbeiter den Großteil seiner wachen Lebenszeit nun mal verbringt. Hierbei sind die folgenden von Seiten der Organisation steuerbaren Variablen besonders bedeutend:

1.) Die Wahrgenommene Unterstützung durch die Organisation – wie weit die Organisation den Mitarbeiter wertschätzt und sich um ihn kümmert, also der Mitarbeiter gesehen fast ein wenig wie ein Kind, das seine Eltern als mehr oder weniger führsorglich erlebt.

2.) Das Organisationsklima – wie MitarbeiterInnen sich von der Organisation behandelt fühlen, also wie sehr ihre Leistungen Anerkennung finden, sie ermutigt werden und Feedback für ihr Verhalten und ihre Ergebnisse bekommen, wie fair sie (im persönlichen Anlassfall, aber auch das Regelwerk betreffend) von der Organisation behandelt werden und wie viel Autonomie ihnen zugestanden wird.

3.) Das MitarbeiterInnen-Commitment, also deren Gefühl von emotionaler Bindung an die Organisation, gemessen auch daran, als wie hoch MitarbeiterInnen die emotionalen Kosten empfinden würden, die Organisation zu verlassen.

4.) Arbeitsplatzzufriedenheit – aufgeteilt in folgende Variablen: Zufriedenheit mit der Art der Arbeit, dem Gehalt und sonstigen Vergütungselementen, Aufstiegs- und Karrierechancen, Arbeitsbedingungen, Zufriedenheit mit Vorgesetzten und Kollegen und dem weiteren sozialen Umfeld in der Organisation, Arbeitsplatzsicherheit, geografische Lage des Arbeitsplatzes, individuell dem jeweils ausgefüllten Job beigemessener (Prestige-) Wert

5.) Arbeitsüberforderung – gemessen anhand des Auftretens von Rückzugsverhalten eines Arbeitnehmers, Hyperanspannung und -aufmerksamkeit, generalisierte Angst in und vor der Arbeit und dem Auftreten körperlicher Beschwerden.

7.) Mitarbeiterfluktuation– gemessen durch Fragen bezüglich der Absicht, die Organisation überhaupt zu verlassen oder aber auch, eine Stelle außerhalb der bisherigen Abteilung anzunehmen beziehungsweise eine neue Stelle innerhalb der derzeitigen Abteilung anzustreben.

Insgesamt ist das Festmachen davon, wie es mit einer solchen Latte an Voraussetzungen für bessere extrinsische Motivation von ArbeitnehmerInnen im eigenen Unternehmen bestellt ist, natürlich eine Vorgabe für ArbeitgeberInnen, die sich ganz schön „gewaschen“ hat. Doch muss ja nicht jedes Unternehmen gleich so perfekt sein und es anstellen wie die ganz großen, IBM zum Beispiel, die jährlich in einer unter allen MitarbeiterInnen weltweit auszufüllenden Arbeitszufriedenheits-Umfrage die meisten der oben genannten Punkte abzudecken versuchen und dann darauf aufbauende, sehr komplexe Langfristmaßnahmen für das gesamte Unternehmen aus den Ergebnissen ableiten. Oft genügt es für Führungskräfte oder Personalisten, die dem Phänomen des/r gut motivierten Mitarbeiters/in auf die Spur kommen wollen, wohl auch schon, einige der von der SDT-Work-Motivation-Skala benutzen Variablen im Kopf zu haben, wenn sie mit MitarbeiterInnen über ihre Motivationslage sprechen – und mögliche Ursachen von geringer Motivation oder von vielen, konkret etwas schwer erklärlichen Krankenstandstagen aufdecken möchten und letztlich gemeinsam mit dem/der betroffenen MitarbeiterIn bereinigen.

Zum Weiterlesen:

 Maxime A. Tremblay et al.: Work Extrinsic and Intrinsic Motivation Scale: Its Value for Organizational Psychology Research. Canadian Journal of Behavioural Science 2009, Vol. 41, No. 4, 213–226

OTS-Presseaussendung 20.05.2010 (www.ots.at)

Einfach antriebsstark

19. May 2009

Die Seminarbeschreibung mit Anmeldeabschnitt als Worddokument:
Einfach antriebsstark


FOCUS UND ZIEL DES SEMINARS:

  • Wenn wir wissen, welche Werte uns leiten und welche persönlichen Stärken und Potenziale wir haben, können wir sicher und selbstbewusst handeln.
  • Unser Denken und Handeln wird dadurch für uns transparenter und für andere nachvollziehbar. Klarheit zur „inneren „Landkarte““ sind wichtige Voraussetzungen für Ihre Motivation im Job und Ihre persönliche Lebensfreude.
  • Sie reflektieren im Seminar Ihr individuelles Verhaltensprofil und entwickeln vor allem die Stärken Ihrer Persönlichkeit weiter. Dabei lernen Sie, potenzielle Reserven besser zu nutzen, mit Widerständen umzugehen und Ihre persönlichen Ziele und Wünsche zu realisieren.
  • Erkennen Sie, wie schon kleine Änderungen der eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang mit Konflikten, Sorgen und Stress das persönliche Erleben, deutlich positiver gestalten.
  • NUTZEN:
    Spannen Sie Ihre innere Antriebsfeder neu und erkennen Sie Ihre eigenen Erfolgspotentiale.ZIELGRUPPE:
    Führungskräfte aller Ebenen und Mitarbeiter, die ihren eigenen Antrieb, ihre Eigenmotivation und Selbstakzeptanz und damit selbstverantwortliches Handeln verstärken wollen.

    INHALTE:
    In diesem Seminar lernen Sie Ihre eigenen Motivatoren und Ihren persönlichen Stellhebel für mehr Antriebskraft und Energie kennen. Sie erfahren, dass jeder Mensch ein individuelles Motivationsprofil hat, lernen Motive zu erkennen und erhalten wertvolle Instrumente, um sich und Ihre Mitarbeiter noch besser motivieren zu können. Sie erhalten wissenschaftlich fundiertes und relevantes Wissen zum Thema Eigen- und Mitarbeitermotivation. Beim Thema Antriebskraft ist es zunächst einmal wichtig, zu identifizieren, was denn genau die eigenen Motivatoren, “unsere inneren Antreiber”, sind. Aus dieser Klärung entsteht ein individuelles Motivationsprofil. Nimmt man nun dieses Profil und vergleicht es mit den Anforderungen und Handlungen im beruflichen und privaten Alltag, lassen sich Übereinstimmungen und Abweichungen erkennen. Nach dieser Klärung setzt ein effektives Coaching ein, das hilft, eine größere Schnittmenge zwischen inneren Motivatoren und äußeren Anforderungen herzustellen. Denn nur wer mit seinen Motiven im Einklang lebt, ist motiviert und zufrieden! Übrigens: Oft sind es schon kleine Veränderungen, die eine große Wirkung entfalten können.

  • Wie kann ich mich selbst und andere motivieren und welche Strategien sind die effektivsten?
  • Durch klare Ziele und eine sinnvolle Arbeitsorganisation eine effektive Arbeitsgestaltung erreichen.
  • Persönlichen Werte nutzen können, um langfristig erfolgreich und zufrieden im Berufs- und Privatleben zu sein.
  • Bilanz ziehen, was mir wirklich wichtig ist!
  • Erfolgreichen Stress-, Zeit- und Konfliktmanagement
  • Praktische Übungen zum Thema Antrieb & Motivation und konkrete Maßnahmenableitungen.

TERMINE:

WIEN: Mo, 30.04.2012

Interner Termin auf Anfrage.

KOSTEN:
350 Euro exkl. Mwst pro Teilnehmer oder als intern durch geführtes Training der vereinbarte Tagessatz.

ZUR ANMELDUNG

Weitere Informationen erhalten Sie von Ursula della Schiava-Winkler.
Email: office@socialskills4you.com oder telefonisch unter: +43/1/4087717 oder 0664/1012768.


Einfach motiviert

16. April 2009

Die Seminarbeschreibung mit Anmeldeabschnitt als Worddokument:
Einfach motiviert


FOCUS UND ZIEL DES SEMINARS:

  • Jemanden zu motivieren bedeutet, ihn dazu zu bringen, sich in die gewünschte Richtung zu bewegen.
  • Es liegt an der einzelnen Person, die vom Unternehmen eingerichteten Motivationssysteme und -prozesse richtig zu nutzen und ihre eigenen Motivierungsfähigkeiten einzubringen. Durch konsequente Eigenmotivation können Sie selbst Ihre eigenen Erwartungen befriedigen.
  • Die Fähigkeit, auch andere zu motivieren, entspringt aus dem Erkennen von fremden Bedürfnissen, Zielen, Verstärkungen und Erwartungen.

NUTZEN:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten grundlegend praxisbezogen, sie lernen, theoretische Motivationskonzepte in ihren unmittelbaren Alltag zu transferieren. In sehr vertrauensvoller, persönlicher Atmosphäre soll der spezielle Umgang mit einzelnen Situationen durchgespielt, erprobt und erfahren werden. Die eigenen Antriebe, Motive und Bedürfnisse und damit die eigene Motivationsstrategien werden klar.

ZIELGRUPPE:
Personen, die wissen möchten, wie sie sich selbst und andere motivieren, indem sie die Bedürfnisse und Erwartungen erkennen und darauf eingehen.

INHALTE:
Motivation – das weist auf Bewegung, auf Antrieb hin. Jemanden zu motivieren bedeutet, ihn dazu zu bringen, sich in die gewünschte Richtung zu bewegen. Motivation bezeichnet also die Eigensteuerung eines Menschen, die ihm allein gehört. Motivierung beabsichtigt das Handeln eines Vorgesetzten im Sinne einer Fremdsteuerung. Motivation sichert einen lang anhaltenden Einsatz der Kräfte und hilft, Müdigkeit und Erschöpfung zu überwinden. Sie richtet uns auf Ziele aus und hilft uns, diesen dann treu zu bleiben, wenn Ablenkungsreize uns vom Weg wegziehen wollen. Motivation bestimmt über die Richtung, die Intensität und die Dauer unseres Handelns. Motivieren heißt daher jemanden mit Motiven ausstatten, die dieser vorher nicht hatte, jemanden an seinen Motiven abholen und Möglichkeiten ihrer Realisierung bieten, Verhaltensweisen mit subjektiver Bedeutung und Wichtigkeit aufladen, Begeisterung entfachen und anreizen.

Der Prozess der Motivation:
• Die verschiedenen Grundkonzepte und Formen der Motivation in Theorie und Praxis
• Zugänge zur Motivation und praktische Umsetzung in den betrieblichen Alltag
• Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Leistungsmöglichkeiten erkennen

Der Prozess der Selbstmotivation:
• Zugang zur eigenen Motivation
• Das eigene Commitment kennen
• Die eigene Stärke nutzen und erfahren lernen
• Das passende Spielfeld wählen.

Motivation durch die Aufgabe und Motivation durch die Gruppe:
• Gestaltungs-, Handlungs- und Verantwortungsfreiräume öffnen
• 1 + 1 = 3, die Leistung der Gruppe ist mehr als die Summe der Einzelleistungen
• Was den Gruppenzusammenhalt, Wünsche, Gestaltungsexperimente und Probehandlung stärkt & fördert
• Motivation aus Führung, aus der Organisation und aus der Gesellschaft


TERMINE:

WIEN:  FR, 13.01.12, FR, 17.02.12, FR, 02.03.12, FR. 15.06.12

jeweils von 9:00 – 17:00 Uhr

SALZBURG: DI,17.04.12, DI. 27.11.12
jeweils von 9:00 – 17:00 Uhr

LINZ:  MO. 18.06.12, MO. 26.11.12

jeweils von 9:00 – 17:00 Uhr

Interne Termine auf Anfrage.

ZUR ANMELDUNG

KOSTEN:
Die Kosten pro Seminar betragen Euro 350,- exkl. Mwst. und exkl. Spesen pro Teilnehmer oder als intern durch geführtes Training der vereinbarte Tagsatz.

Weitere Informationen erhalten Sie von Ursula della Schiava-Winkler.
Email: office@socialskills4you.com oder telefonisch unter: +43/1/4087717 oder 0664/1012768.

 



TIPP – Die sieben Schritte zur Selbstmotivation


1. Tun Sie das, was Sie wirklich erstklassig können, wo Ihr Talent wie eine Sonne leuchtet. Das ist häufig das, womit Sie freiwillig die meiste Zeit verbringen, was Ihnen leicht fällt, wo Ihre inneren Motoren von alleine anspringen. Lassen Sie von allem die Finger, was Sie nur zweitklassig können. Von Me-too-Produkten gibt es überall genug.


2. Wählen Sie ein berufliches Spielfeld, das Ihrem Talent entspricht, das Sie so anerkennt, wie Sie sind. Wo Sie gleichsam Ihre PS auf die Straße bringen. Es gibt so viele Menschen, die sehr leistungsbereit und -fähig sind, die sich aber in der Wahl ihres Spielfeldes vertan haben. Stellen Sie sich die Frage: Bekomme ich für das, was ich am besten kann, auf diesem Spielfeld auch ein Lächeln?

3. Ihre Situation, so wie sie jetzt ist, haben Sie frei gewählt.
Machen Sie sich das immer wieder bewusst. Diesen Job, dieses Studium, diese MitarbeiterInnen, diese KollegInnen, dieses Gehalt, den morgendlichen Stau auf der Fahrt zur Uni, die Möglichkeit, von Ihrem Chef gefeuert, versetzt, befördert zu werden – all das und alle anderen Begleitumstände Ihrer beruflichen Situation: Sie haben sich für sie entschieden. Dafür sind Sie verantwortlich. Und nur Sie allein.


4. Versuchen Sie beharrlich, die Situation zu verbessern.
Wenn Sie realistisch sind, dann erleben auch Sie immer mal wieder, dass manches nicht passt, Sie über- oder unterfordert sind, Ihnen eine Arbeit nicht so viel Spaß bringt. Dann stehen Sie vor der Aufgabe, diese defizitäre Situation zu verändern. Ballen Sie nicht die Faust in der Tasche. Resignieren Sie nicht. Finden Sie sich nicht ab. Die einen warten, dass die Zeit sich wandelt; die anderen packen es an und handeln.

5. Wenn das nicht genügt, dann gehen Sie.
Manches ist veränderbar, aber manche Dinge beugen sich auch nicht unserem Willen – oder der Preis, sie zu ändern, erscheint zu hoch. Wenn dann immer noch etwas wirklich Wichtiges fehlt, wenn Sie spüren, dass Sie nicht glücklich werden können, wo Sie jetzt sind – dann gehen Sie besser dahin, wo Sie das finden, was Ihnen fehlt. Wählen Sie das ab, was nicht Ihrem Lebensthema entspricht.


6. Wenn Sie nicht gehen wollen, dann bleiben Sie – aber richtig.
Natürlich können Sie weiter “Jein” sagen, weil das, was Ihnen fehlt, nicht so wichtig ist. Sie können weiter eine Hängepartie spielen. Sie können aber auch mit ganzem Herzen “Ja” sagen zu dem, was jetzt ist. Sie können sich von innen heraus entschließen zu dem, was Sie tun. Es bewusst wieder wählen, so wie es ist. Sie können Kraft und Energie sammeln für das, wozu Sie sich entschieden haben. Mit klarem Blick auf das, was fehlt.

7. Nutzen Sie Probleme als Herausforderungen.
Wenn etwas nicht verändert werden kann, Sie es aber auch nicht abwählen wollen, dann ist es intelligent, diese Situation zumindest als persönliche Lernchance zu verstehen. Ein Beispiel: Von einem Chef, der vordergründig gut zu Ihnen passt, können Sie nur wenig lernen. Jede Schwierigkeit, jedes Problem trägt in sich die Herausforderung zur Persönlichkeitsentwicklung. Ein Flugzeug erhält Auftrieb erst durch den Widerstand.


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