Kategorie: Wissenscoaching

  • Ohne Spaß bei der Wissensarbeit gibt es keine neue Ideen

    Wissensarbeit, Kreativität. Jede Form der Wissensarbeit ist immer kreativ. Experten schätzen, auch wenn bei der Aufgabenerfüllung noch so viele IT-gestützte Werkzeuge verwendet werden, den Anteil der Kreativität für die Lösung von Aufgabenstellungen auf durchschnittlich 30 %. Wer hier keinen Spaß bei der Wissensarbeit hat, wird in der Hamsterradfalle der monotonen Abarbeitung von Informationsbergen stecken bleiben. Spaß im Team und mit der eigenen Arbeit schafft eine positive Atmosphäre in der neue Ideen und Gedanken erst entstehen können.

    Die Komplexität für die Lösung von Aufgaben in einer vernetzten Wirtschaftswelt ist extrem hoch und nimmt stetig zu. Aus dieser Perspektive ist es geradezu notwendig, mit dem Rohstoff Wissen „spielerisch“ umzugehen. Wissen muss fließen können, wenn am Ende des Tages Innovationen und Lösungen für komplexe Probleme entstehen sollen. Dieser spielerische Umgang erfordert kreative Räume in Unternehmen, die Inspiration, Lachen, miteinander Dialoge führen auch zulassen. Ein lustiges Video zwischendurch kann mehr inspirieren, als die trockene Lektüre von Fachpublikationen. Ebenso haben die Erfahrungen in Marketingabteilungen gezeigt, dass mit lustigen Spielen (z.B. Innovationsspielen) zwischendurch, schon bessere Ideen entstanden sind, als in „normalen“ Business-Meetings.

    Mit einem spielerischen Umgang mit Wissen in einer Organisation ist die Motivation der Mitarbeiter eng verknüpft. Nur motivierte Mitarbeiter geben Ihr Wissen weiter. Je erfolgreicher diese sind, desto mehr sind Sie auch dazu bereit. Frei von Ängsten einen Wissensvorsprung zu verlieren. Die Weitergabe und der Austausch von Wissen kann mit Anreizsystemen – egal ob materiell oder immateriell – verknüpft werden, hat aber seine Grenzen. Die beste Motivation für eine Wissensorganisation ist immer noch die intrinsische Motivation der Wissensmanager selbst. Die Freude zum Objekt „Wissen“ selbst inspiriert, bringt Energie und zieht mit der eigenen Begeisterung andere in den Bann geteiltes Wissen weiter zu entwickeln.

    Autor Manfred della Schiava

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  • Coaching im Wissenszeitalter

    Die Themen Wissensgesellschaft und Wissensmanagement haben sich in den letzten Jahren in der Managementliteratur ihren festen Platz erkämpft. Jeder weiß, dass die Ressource Wissen in Zukunft über den Erfolg entscheiden wird. Demgegenüber zeigt sich aus der Unternehmenspraxis noch immer ein ganz anderes – fast konträres Bild. Wissen ist immer noch „Macht“. Hierarchien filtern Wissen. Aus der Befürchtung vor persönlichen Nachteilen haben viele Mitarbeiter Angst ihr Wissen zu teilen oder weiterzugeben. Die Dokumentation, Verteilung und Zusammenführung von Wissen steckt in den Kinderschuhen und der Umgang mit Technologien ist für den Menschen mehr Stressfaktor als nutzbringendes Werkzeug. Individuelles Lernen wird durch Lernen in Gruppen und durch organisationales Lernen ergänzt, erfolglose Handlungen werden so reduziert, aktive Eingriffe und bestimmte Erfolge erzielt, Erwartungen werden miteinbezogen und zielgerichtetes Lösungsverhalten erreicht. Der professionelle Umgang mit der Ressource Wissen erfordert neue Coachingtechniken, neue Technologien und Manager, die diese gezielt für Wissensmanagementaufgaben einsetzen. Ziel ist es zu verstärken, zu verfeinern, ausbauen, verändern oder verwerfen. Imitationslernen, Identifikationslernen, Beobachtungslernen und Lernen durch Vorbildung und andere Lernformen werden aktiviert. Lernen, verlernen und vergessen werden neu angewandt, Techniken der Verhaltensmodifikation entworfen. Die Herausforderung ist für interne und externe Partner groß und kann am besten durch die Kombination von unterschiedlichen Kompetenzen (intern und extern) bewältigt werden. Traditionellerweise konzentrieren wir im Management auf Statik, Einzelheiten, Regeln, Gesetze, Zustände und Gleichgewicht, im Wissenszeitalter werden die Parameter Dynamik, Beziehungen, Chaos, Muster, Prozesse und Wandel immer wichtiger.

    Als neue Methoden für den Wissensaustausch wurde Dialog, Erfahrungs- und Wissensaustausch als Kommunikationsselektionsmittel neu belebt. Information, Mitteilung und Verstehen werden in diesen Formen neu zusammengefaßt. Bei diesen Methoden fließt im wortwörtlichen Sinne Wissen durch die Reihen und jeder der Gruppe hat neues Wissen in seinen Wissensschatz übernommen. Für den Prozeß der Wissensvermehrung wird die alte Form des Renkos aktiviert. Die Dynamik des Wissensprozesses wird durch Bewegung und einen bestimmten Verhaltensrhythmus verändert. Zum Erhalten von systematisch geordnetem und reflektiertem Wissen dienen die Mentalen Modelle als neue Wissensgenerierungsmethode. Wahrnehmung, Denken und Lernen werden vereint, Beziehungen und Muster werden erkannt, Assoziationsfähigkeit bündelt die neuen Informationen, durch Kreativität werden neue Phänomene dargestellt. , es entstehen völlig neue Gedanken und Ideen. Die mentalen Mikrowelten decken Gemeinsamkeiten aller Teammitglieder oder Unternehmensmitglieder auf und machen Erkenntnisse auf die unterschiedlichsten Wissensgebiete übertragbar, die Fähigkeit zur Reflexion über sein Handeln und Tun im Bereich von Wissensbasis wird geschärft. Mittels KIP neue Zugänge zu unbewußten Wissensfeldern erreicht und der Zugang zu diesem Wissen reaktiviert, neue Vernetzungen und neue Strukturen aufgebaut. Mittels Wissensmodelle wird die gesamte Palette der Wissenslandschaft darstellbar, Kooperation und Gemeinsamkeit wird gerade an diesem Beispiel für Teams mit unterschiedlichen Charakteren oder unterschiedlichen Kulturkreisen erlebbar, die Lernkultur wird damit positiv beeinflußt, die Wahrnehmung allgemeiner Veränderungen geschärft, das Erkennen zukünftiger Anforderungen entsteht, das Wahrnehmen der jetzigen Situation dient als Vorbereitung. Die Szenariotechnik dient zum Erweitern der organisationale Lernprozesse in ein wissensbasiertes System. Individuelles Wissen wird durch den Austausch im kollektiven Lernen zu neuem Wissen, der Wissensvorrat wird verankert, ändert das ursprüngliche Verhalten und wird neue reflektiert zu neuem individuellen Wissen, wodurch der Kreislauf wieder in Gang gesetzt wird. Damit entsteht lebenslanges Lernen durch Wissensaustausch im Unternehmen.

    Hier 10 Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen durch die dynamische Wissenszukunft navigieren:
    1. Stellen Sie nach jedem Meeting die Frage: „Was haben wir an neuem Wissen aufgespürt, erfahren, verdichtet?“
    2. Unterscheiden Sie Daten, Information und Wissen
    3. Beginnen Sie Wissenszirkel zu formieren und starten Sie einen Erfahrungs- und Wissenstransfer
    4. Sammeln Sie für strategisch wichtige Bereiche Wissensfälle, z. B. für ausgewählte Prozesse wird pro Monat ein Beitrag durch verantwortliche Mitarbeiter zur Verfügung gestellt.
    5. Sehen Sie Wissensaustausch als Chance Ihre eigenen Sichtweisen zu erweitern
    6. Stellen Sie erfahrenes Wissen nicht nur verbal, sondern auch in Form von Mind Maps dar
    7. Sammeln Sie Feedbacks von allen Weiterbildungsmaßnahmen.
    8. Suchen Sie vorhandenes, aber nicht genutztes Wissen um Quick Win wins zu erzielen
    9. Transferieren Sie organisationsweit Wissen und verankern es in aktiven Lerngruppen
    10. Verwenden Sie Szenariotechnik, Brainstorming, Lerngruppen, Training, Benchmarking um neues Wissen aufzuspüren.

    Institutionalisieren Sie Wissenscoaching im Unternehmen und verwenden Sie dazu auch Multi-Media-Technologien .

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