Schlagwort: Achtsamkeit

  • Mindfulness- Klarheit durch Achtsamkeit

    Mindfulness- Klarheit durch Achtsamkeit

    Bei Achtsamkeit sehen wir die Dinge klar differenziert und entdecken mögliche Verzerrungen. Wir werden uns bewusst, hören auf uns und schaden damit und dadurch auch anderen weniger. Es wächst durch den Umgang mit uns und anderen das Mitgefühl und das Verständnis für Unterschiede, für Interessen, für Bedürfnisse. Beobachten, fühlen, entschleunigen führt zur Offenheit und zu innerem Gleichgewicht.

    Beginnend im eigenen gelangen wir durch Loslassen in einen entspannten Modus. Wir erkennen, wie Emotionen, Impulse, Gedanken und Ideen in unserem Körper und Geist entstehen, aufsteigen und wieder verschwinden und manche auch wiederkehren und uns fesseln. Wohlwollen, aktives Zuhören und positive Sprache ermöglicht Güte und schafft Perspektive. Muster, die als Gewohnheiten nicht gut für uns sind, Wertungen, Entwertungen und Erwartungen und Zuschreibungen fallen weg und lenken den Blick auf den Fokus, das Wichtige. Innehalten bringt uns die Möglichkeit zur Reflexion und zum Lernen. Das Dringlichste ist nicht das Wesentlichste. Unwichtiges geht verloren und verbraucht daher keine Energie. Wir gehen in diesem Sinne sehr ressourcenschonend mit uns um und kommen zur Ruhe. In dieser Zentriertheit finden Herz und Verstand, Fühlen, Handeln und Denken zueinander und beflügeln sich. Ruhe und fokussierte Zeit gewinnen Überhand.

    Durch dieses tiefe Verstehen, ist unser Weitblick geöffnet, unser Blick durch das Herz unterstützt und wir strahlen förmlich klar. Es geht darum dem Augenblick mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Im Augenblick präsent sein, Gelassenheit zu entwickeln und den Augenblick genießen. Im Hier und Jetzt. Wir geben Impulse ohne etwas zu erwarten und gleichzeitig strömt die Kraft, die die Umsetzung einleitet. Indem wir tief hinhören schaffen wir eine ruhige und aufnahmebereite Atmosphäre und Verbundenheit, in der Arbeit genauso wie im Privatleben. Es gilt den Siegel der Neutralität und Authentizität der in sich ruhenden eigenen Resonanz zu leben. Neben Bewegungsfreiheit, Freiheit für Gedanken und Aufmerksamkeit werden Ruhe, Privatsphäre und Entspannung zum größten Luxus.

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  • die Praxis der Achtsamkeit von Michael von Brück

    die Praxis der Achtsamkeit von Michael von Brück

    Gegenwärtige mentale Eindrücke werden nach Mustern verarbeitet, die im Verlaufe der Lebensgeschichte angelegt worden sind. Das bedeutet, nichts wird wahrgenommen, wie es ist, sondern vermittelt durch den Charakter (die Prägungen) des Bewusstseins, und dieses Bewusstsein ist ausgebildet worden durch die eigene Aktivität in der Vergangenheit, es ist sozusagen alles gefiltert durch die eigene Wahrnehmungsgeschichte. Die indischen Kulturen bezeichnen diesen Sachverhalt mit dem Begriff karman: Alles, was geschieht, erscheint in der Form, in der es erscheint, als Folge vergangenen Geschehens, und das gegenwärtige Geschehen beeinflusst das vergangene Geschehen, insofern es sich im Bewusstsein (Gedächtnis) verändert. Karman ist reziproke Kausalität. Diesen Filter zu verstehen und womöglich zu reinigen, ist die spirituelle Praxis. Durch Einsicht in diese Mechanismen, die kognitive und emotionale Strukturen offenlegen, entsteht innere Distanz und dadurch ein Gewinn an Freiheit.

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