Kategorie: wissensmanagement4you
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Erfahrungswissen stärkt die Innovationskraft
Anerkennen was es ist- Erfahrungswissen
Erfahrungswissen gilt als Form des Handlungswissens – einerseits mitteilbar, anderseits implizit- also silent. Praktisch, theoretisch oder im Zusammenhang mit dem Erfassen der Wirkzusammenhänge bildet es die Grundlage beim Lösen eines Problems nicht nur in-the- box zu denken, sondern auch unkonventionelle Wege zum Ziel zu erkennen. Angereichert durch viele Situationen mit unterschiedlichen Anforderungen kommt die Kreation ins Spiel. Gespielt mit der Wahrnehmungs- und Umgangserfahrung, die durch Ereignisse mit der Betroffene bereits vertraut ist und so gleichzeitig Risiken, Fehler und Fehlleistungen umgangen werden. Komplexe sinnliche Wahrnehmung, rasches intuitives Subtiles und differenziertes Erfassen der gegenwärtigen Situation und die Selektion von Lösungsmöglichkeiten über den Abgleich mit und die Weiterentwicklung von bereits vorhandenen Wegen stellen zentrale Spezifika erfahrungsgeleiteten Wissen dar.
Erfahrungswissen als Lernpotential
Erfahrungswissen besteht Großteils aus schweigendem Wissen, das überwiegend nicht oder nicht ausreichend thematisiert und verbalisiert wird und jedenfalls in der Regel unmittelbar handlungsgebunden ist. Es kann also nur bedingt explizit transformiert werden. Stellt man gemischte Teams zusammen passiert quasi selbstorganisiert ein immanentes, eigenaktives, gleichsam diffundierendes Lernen.
ANERKENNUNG UND WEITERGABE VON ERFAHRUNGSWISSEN
Wissens- und Kompetenzwanderungen- entdecken-erfahren-erleben
Wissens- und Kompetenzwanderungen erzeugen eine Möglichkeit bei erfahrungsbasierten Kompetenzen um implizite Formen von Wissen handelt und deren Aneignung nicht über formalisierte Kanäle erfolgen kann. Die Techniken werden gemischt wie eine Wanderung durch einen thematischen Schwerpunkt in Form eines MOOC aufgebaut, fachliche Kurzvorträgen wechseln sich mit virale Mitmachaktionen, Experimenten sowie Slidepräsentationen, Wissensquiz, Webinaren mit anschließendem Dialog ab. Die gezielte Organisation einer solchen Wissens- oder Kompetenzwanderung im Unternehmen ist selbstorganisiert aufgebaut.
Wissenstransfer um Relevantes von Unwichtigem zu trennen und neue Lösungswege zu entdecken
Ein gezielter moderierter, mitgefilmter und dokumentierter Wissenstransfer kann zum Beispiel im Rahmen von eigens definierten engeren Beziehungen von Erfahrenen und „Anfängern“ erfolgen. Entweder in Form von Tandem-Bildung, wobei im Rahmen von Gruppenarbeit oder auch außerhalb, Tandems bestehend aus einem/r erfahrenen und einem/r jungen Teammitglied gebildet werden. So kann ein zentraler Bestandteil des sog. Erfahrungswissens einerseits die detaillierte Kenntnisse praktischer Gegebenheiten oder die Anwendung von Erfahrungen, die in der Vergangenheit angesammelt wurden, erfragt werden und so werden Aspekt des „Erfahrens“ bzw. des „Erfahrung-Machens“ sichtbar und spürbar gemacht. Das Besondere am Wissenstransfer beruht demnach auf einer besonderen Methode der Auseinandersetzung mit konkreten Gegebenheiten, und zwar sowohl was deren Erkenntnis als auch was den praktischen Umgang hiermit betrifft.
Wissensdialog als positiver Katalysator einsetzen
Sensibles soziales Erfahrungswissen wird im Generationendialog ausgetauscht, dadurch wird ein Gespür für soziale Beziehungen und die Unterschiede zwischen Personen, ihrer Rollen, der unterschiedlichen Subkulturen zur Verbesserung des sozialen Klimas und Akzeptanz der unterschiedlichen Sichtweisen erreicht. Vertrauenskultur und generelle Verhaltenserwartungen dienen so eine sozial befriedigende Umgangsweisen und Austauschbeziehungen im Betrieb zu realisieren (gegenseitige Achtung und Anerkennung, Balance von Bedürfnissen, Ansprüchen, Zumutungen).
Wissensfelder der Organisation ermitteln
Intime Kenntnis der informellen Organisationswege und –kanäle und Abgleichung mit formalen Organisationsregeln werden in diesem Bereich analysiert und mit den Organisationsmitgliedern hinsichtlich souveränes Meistern von unerwartet auftretender org. Tagesprobleme wie z.B. Materialengpässe, Zusatzaufträge, Umstoßen der Prioritäten im Tagesablauf in Szenarienformaten diskutiert. Damit können eventuelle Schwachstellen im Voraus gewittert werden, situationsgerechtes Improvisieren ermöglich werden und so ein flexibler, effizienter Umgang mit Zielkonflikten sensibilisiert werden.
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Ohne Spaß bei der Wissensarbeit gibt es keine neue Ideen
Wissensarbeit, Kreativität. Jede Form der Wissensarbeit ist immer kreativ. Experten schätzen, auch wenn bei der Aufgabenerfüllung noch so viele IT-gestützte Werkzeuge verwendet werden, den Anteil der Kreativität für die Lösung von Aufgabenstellungen auf durchschnittlich 30 %. Wer hier keinen Spaß bei der Wissensarbeit hat, wird in der Hamsterradfalle der monotonen Abarbeitung von Informationsbergen stecken bleiben. Spaß im Team und mit der eigenen Arbeit schafft eine positive Atmosphäre in der neue Ideen und Gedanken erst entstehen können.
Die Komplexität für die Lösung von Aufgaben in einer vernetzten Wirtschaftswelt ist extrem hoch und nimmt stetig zu. Aus dieser Perspektive ist es geradezu notwendig, mit dem Rohstoff Wissen „spielerisch“ umzugehen. Wissen muss fließen können, wenn am Ende des Tages Innovationen und Lösungen für komplexe Probleme entstehen sollen. Dieser spielerische Umgang erfordert kreative Räume in Unternehmen, die Inspiration, Lachen, miteinander Dialoge führen auch zulassen. Ein lustiges Video zwischendurch kann mehr inspirieren, als die trockene Lektüre von Fachpublikationen. Ebenso haben die Erfahrungen in Marketingabteilungen gezeigt, dass mit lustigen Spielen (z.B. Innovationsspielen) zwischendurch, schon bessere Ideen entstanden sind, als in „normalen“ Business-Meetings.
Mit einem spielerischen Umgang mit Wissen in einer Organisation ist die Motivation der Mitarbeiter eng verknüpft. Nur motivierte Mitarbeiter geben Ihr Wissen weiter. Je erfolgreicher diese sind, desto mehr sind Sie auch dazu bereit. Frei von Ängsten einen Wissensvorsprung zu verlieren. Die Weitergabe und der Austausch von Wissen kann mit Anreizsystemen – egal ob materiell oder immateriell – verknüpft werden, hat aber seine Grenzen. Die beste Motivation für eine Wissensorganisation ist immer noch die intrinsische Motivation der Wissensmanager selbst. Die Freude zum Objekt „Wissen“ selbst inspiriert, bringt Energie und zieht mit der eigenen Begeisterung andere in den Bann geteiltes Wissen weiter zu entwickeln.
Autor Manfred della Schiava
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