Kategorie: socialskills4me
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Nur wenige sind mit Leib und Seele dabei, gehören Sie dazu?
produktiv, Leistungsmotiv, KOntaktmotiv, KompetenzmotivAls zentraler Erfolgsfaktoren gelten meiner Meinung nach die intrinsische Motivation in der Arbeit. Nach Heckhausen gilt eine Handlung als intrinsisch motiviert, wenn Mittel(Handlung) und Zweck (Handlungsziel) thematisch übereinstimmt. Damit definiert Heckhausen die Übereinstimmung von Weg und Ziel, das heißt die Arbeit macht Spaß, weil die Lösungen und der Weg und das Thema interessant sind.
Motive werden in verschiedene „Arten“ unterschieden, hauptsächlich spricht man von primären (physiologisch) und sekundären (gelernt) sowie von extrinsischen und intrinsischen Motiven. Primäre Motive sind von Geburt an vorhanden (z.B. Hunger, Durst), während die sekundären Motive eine Ableitung der primären darstellen und über das ganze Leben erlernt werden und sich ändern. Intrinsische Motive finden ihre Zufriedenstellung in der Arbeit selbst, d.h. je mehr eine Person Freude an einer bestimmten Verrichtung hat, desto produktiver ist sie. Die extrinsischen Motive können und werden nicht durch die Tätigkeit selbst befriedigt, vielmehr sind die Begleitumstände einer Tätigkeit diejenigen, die diese Art von Motiven entscheidend zufrieden stellen. In der Deutung von Motiven kann die Wirksamkeit sowohl auf einer unbewussten, als auch auf einer bewussten Ebene erfolgen. Aufgrund dessen werden sich diese subjektiven Werte bei einem Positiv – Empfinden als Ursache und Zielvorstellung widerspiegeln.
„Allen Fortschritt verdanken wir den Unzufriedenen“ (Nietzsche)
Bei einem Negativ- Empfinden ruft dies eine Abwehrreaktion hervor. Deshalb werden Motive immer wieder, aufgrund von Erfahrungen durch Erfolge oder Misserfolge, neu definiert. Damit ein Motiv zu einer zielgerichteten Handlung führt, muss neben einem inneren Spannungszustand (Ist- Zustand versus Soll-Zustand), dem Mangel, auch ein Anreiz der das vorhandene Motiv in Kraft setzt vorhanden sein. Wichtige Motive beim spaßvollen Arbeiten sind Leistungsmotiv, Kontaktmotiv, Kompetenzmotiv.
Motivationsmodelle im Überblick
– Erwartungs-Valenz-Modell von Vroom
– Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg, Herzberg unterscheidet Hygienebedürfnis und Motivationsbedürfnis
– Maslow (Maslowsche Bedürfnispyramide)
– Springer KÖNNEN; DÜRFEN WOLLEN
– Jobcharacteristicsmodell Hackman und Oldman, Arbeit, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation
– ERG Theorie von AlderferKombiniert mit dem Flowerleben, könnte Motivation und Spaß sich gut treffen.
Flow bezeichnet im Wesentlichen ein holistisches, d.h. mehrere Komponenten umfassendes, Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit. Das Handeln wird als ein einheitliches „Fließen“ von einem Augenblick zum nächsten erlebt.
Komponenten des Flows
(1) Verschmelzen von Handlung und Bewusstsein: Die Person im Flow-Zustand ist sich nur der Handlung, nicht jedoch ihrer selbst als handelndes Subjekt bewusst. Ich und Handlung werden als Einheit erlebt. Der Kletterer fühlt sich als Teil des Felsens, der Schachspieler hat das Gefühl mit den Kräften auf dem Schachbrett eins zu werden.
(2) Zentrierung der Aufmerksamkeit auf einen beschränkten Umweltausschnitt: Im Flow richtet sich die Aufmerksamkeit der Person ausschließlich auf die ausgeführte Tätigkeit. Andere Umweltreize gelangen kaum ins Bewusstsein. Die Aufmerksamkeit gilt nur der Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft gibt es im Flow nur in sehr begrenztem Ausmaß.
(3) Selbstvergessenheit: Im Zustand des Flow rücken Gedanken an die eigene Person völlig in den Hintergrund. Selbstzweifel, Sorgen, aber auch selbstwertsteigernde Kognitionen werden ausgeblendet. Gleichzeitig erhöht sich jedoch das Bewusstsein innerer, psychischer und körperlicher Vorgänge. Kletterer berichteten z. B. über eine verstärkte Wahrnehmung sonst unbewusster Muskelbewegungen. Selbstvergessenheit bedeutet daher nicht Verlust der Wahrnehmung innerer Vorgänge. Was im Flow in den Hintergrund rückt, ist vielmehr das Selbst als bewußt wahrgenommene Steuerungsinstanz.
(4) Ausüben von Kontrolle über Handlung und Umwelt: Im Zustand des Flow denkt die Person nicht daran, dass ihr die Kontrolle über die gerade ausgeführte Tätigkeit entgleiten könnte. Vielmehr fühlt sie sich kraftvoll und leistungsfähig. Sie hat die Situation „im Griff“. (CSIKSZENTMIHALYI 1988b).Es liegt daher nahe anzunehmen, dass sich die Person im Zustand des Flow auf ihrem höchsten Leistungsniveau befindet. Es gilt aber auch nachfolgende Rahmenbedingungen im Unternehmen einzuhalten oder zu gestalten, damit sich Höchstleistung mit Spaß paaren kann:
Die 16 Rahmenbedingungen für Spaß und Arbeit (Ursula della Schiava-Winkler)
1. abwechslungsreiches Arbeiten
2. Ganzheitlichkeit in der Aufgabenstellung
3. Spaß macht das Arbeiten in der Gruppe
4. Identitätsstiftende Arbeit
5. Commitment mit Führung und Team
6. Möglichkeit zur Selbstkoordination der Arbeit.
7. Die eigenen Antreiber als Verstärker treffen
8. Selbstbestimmung, Handlungs, Gestaltungs – und Entscheidungsfreiraum
9. Lern- und Entwicklungsperspektiven
10. Anforderungscharakter der Situation
11. Ausgeglichene Motivatoren und Hygienefaktoren
12. Grund- und Selbstbewertung der eigenen Tüchtigkeit
13. Bestreben der Person, die eigenen Talente, Fähigkeiten und Potentiale so effektiv wie möglich einzusetzen
14. Affekte des Stolzes
15. Ergebnisorientierung und Belohnungsadäquates Führungs- und/oder Organisationsverhalten
16. Atmosphäre, Stimmung und Enthusiasmus zu lassenZiel muss bei der Arbeit mit Spaß muss es sein, die eigenen Antreiber kennen, diese als Verstärker zulassen und damit in der Arbeit aufgehen und Erfüllung zu finden.
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Schluss mit ewigem Aufschieben
Aufschieberitis, ade! Mit Silvester
begrüßen wir tausend gute Vorsätze
und Ziele fürs neue Jahr. Diese aber auch
umzusetzen, ist nicht immer leicht© M27Wie Sie die Ziele umsetzen, die Sie sich für 2008 vorgenommen haben.
Johanna JennerWien. „Ich warte, bis ich in der richtigen Stimmung bin“ und „Ich fange morgen damit an“, oder „Ich muss erst andere Sachen erledigen“. Die Ausreden kommen Ihnen bekannt vor? Dann kommt Ihnen vermutlich auch das modifizierte Sprichwort sehr entgegen: Was ich heute könnte besorgen, das verschiebe ich lieber morgen. Dürfen wir bekanntmachen: „Aufschieberitis“ – dieser „Krankheitserreger“ hat sich dann wohl auch in Ihrem Leben breit gemacht. Wie wir den Schlendrian schleunigst wieder loswerden und wie wir den Jahreswechsel als Zeit der Veränderung und Zeit der neuen Vorsätze nutzen können, verrät Karriere-Coach Ursula della Schiava-Winkler.
Mit neuen Zielen ins Jahr
Der Jahreswechsel setzt viel Kraft und Energie für neue Dinge frei. Wir lassen das alte Jahr Revue passieren und erkennen Optimierungspotenzial für das neue Jahr, das in Neujahrs-Vorsätze mündet. Gut so. Denn „Erfolg hat nur der, der mehr als nur an heute denkt, sich Ziele setzt und sich gleichzeitig auch Zeit für Veränderungen gibt“, so Ursula Schiava-Winkler. Doch allein ein paar Vorsätze zu fassen, ist zu wenig. Denn erstmal ist es wichtig, den Unterschied zwischen Vorsätzen und Zielen zu formulieren. „Ziele haben eine höhere Zugkraft als Vorsätze und sind objektiv messbar nach Inhalt, Ausmaß und Zeitbezug. Wir können Sie damit konkretisieren und letztlich auch überprüfen“, erklärt Schiava-Winkler.
Wie können wir aber die neuen Ziele erreichen? „Jedes Ziel beginnt mit einem Wunsch. Dieser muss so stark sein, dass alleine die Verwirklichung vorantreibt. Hart gesagt, sind alle Ziele, die dem nicht entsprechen, nicht stark genug auch umgesetzt zu werden“, so Schiava-Winkler. Das beste Mittel gegen Schlendrian, Aufschieberitis & Co. ist einerseits die Zugkraft eines Zieles, die im Gegenzug den Schlendrian einbremst. Andererseits helfen Visualisierungen dabei, das eigene Ziel immer wieder vor unseren Augen zu sehen. Ziele erreichen bedeutet aber zuerst, Ziele richtig zu formulieren. Wie das geht, erklärt Ursula della Schiava-Winkler so: „Ziele sollten herausfordernd, positiv, überprüfbar, attraktiv, realistisch und mit einem Realisierungstermin formuliert werden. Am besten nach der SMART-Formel.“ (Siehe Info-Kasten).
Goodbye, Aufschieberitis!
„Die lange Bank ist des Teufels liebstes Möbelstück“. Wie lässt sich Aufschieberitis austreiben? Schiava-Winkler rät: „Mit der Strategie der kleinen Schritte: realistisch bleiben, nicht zu viel auf einmal verändern wollen, gut erreichbare Zwischenziele stecken, sich für jeden kleinen Teilerfolg belohnen. Das sind wichtige Motivationsfaktoren und das Geheimnis derjenigen, die ihr Ziel erreichen.“ (Johanna Jenner)
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